Liebe Freund*innen, Unterstützer*innen und Interessierte,

wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter der Beratungsstelle response für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt zu präsentieren.

Auf diesem Weg möchten wir _einblick geben in das, was response in der Bildungsstätte Anne Frank beschäftigt und darüber informieren, was vor allem in Hessen im Zusammenhang mit rechter und rassistischer Gewalt passiert. 

In der ersten Ausgabe stellen wir zum Beispiel unsere Hessen-Chronik vor: Seit Januar dokumentieren und veröffentlichen wir kontinuierlich rechte Vorfälle.

Sie können sich mit diesem Newsletter einen schnellen Überblick verschaffen - oder sie klicken unter jedem einzelnen Eintrag auf "Weiterlesen" und gelangen zu den Vollversionen der Artikel.

Wir möchten mit Ihnen in Kontakt sein, auch mal über den eigenen Tellerrand hinausblicken: Wo knüpfen andere Projekte an, was tun Akteur*innen in Hessen bereits und wo zeichnen sich Bündnisse ab, neue Ideen, wo liegen die Bedarfe und Leerstellen?

Der Newsletter soll keine Einbahnstraße sein, ganz im Wortsinn setzen wir bei response auf Resonanz. In der Rubrik _rundblick können Sie zum Beispiel eigene Projekte, Ideen und Veranstaltungen vorstellen.

Wir möchten unser Netzwerk nutzen, um Diskussionen anzuregen und Perspektiven zu teilen.
Daher freuen wir uns über Kritik, Fragen und Anregungen. Schicken Sie uns einfach eine Email an kontakt@response-hessen.de - diese Adresse können Sie auch dann nutzen, wenn Sie den Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten möchten. Aber vielleicht können wir Sie ja überzeugen, dabei zu bleiben.

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns u.a. mit Interventionen gegen die Zunahme rechtspopulistischer und rassistischer Stimmungen in der Öffentlichkeit.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Herzlich,

Ihr response-Team

_ü b e r b l i c k
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_einblick

Was zählt? -- Die response-Chronik rechter und rassistischer Vorfälle in Hessen

Rechtspopulismus als Normalzustand? -- response-Fachtag am 24. März

_rundblick

"Provokation ist Pflicht" -- Interview mit Oguz Sen

Rechts abbiegen -- Bericht des Fachtags [radi'ka:l]

Kein nächstes Opfer! -- Auf dem Weg zum Tribunal "NSU-Komplex auflösen!"

_unterwegs

NSU-Komplex auflösen! -- NSU-Monologe am 18. April im Schauspiel Frankfurt

UN-Expertengruppe zur Situation von Menschen afrikanischer Herkunft

_in sicht

Stellenausschreibung -- response sucht Verstärkung!

Call for #2


_e i n b l i c k
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Im Januar 2017 hat response mit einem kontinuierlichen Monitoring von Vorfällen rechter und rassistischer Gewalt in Hessen begonnen.
Warum das nötig ist, schildert unser Berater Roman Jeltsch.

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Nach dem Brexit, jetzt mit Trump und vor den Bundestagswahlen: Wer sorgt sich hier eigentlich um wen? Was, wenn Diskursgespinste zu Gewalt werden? Wie können Medien und Öffentlichkeit rechtspopulistischen Tendenzen entgegensteuern? Und wie können wir Betroffene empowernd unterstützen? 

Überlegungen zum Fachtag Changing Perspectives II am 24.03. von Harpreet Cholia, Beraterin und Olivia Sarma, Leiterin von response.

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_r u n d b l i c k
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Alan Kurdi und dann? Der Frankfurter Künstler Oguz Sen spricht im Interview über die Ikonographie eines ertrunkenen Kindes, den Umgang mit rassistischen Angriffen auf sein Wandbild – und die Chancen von politischer Kunst als Mittel der Intervention in rechtspopulistische Diskurse.

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Wie kann die politische Bildungsarbeit auf den erstarkenden Rechtspopulismus reagieren? Wie können Pädagog*innen einer Radikalisierung von Jugendlichen nach Rechts entgegenwirken?
Der Fachtag des Projekts [Radi'ka:l] diskutiert Möglichkeiten und Methoden.

Eine Rekapitulation der Projektleiterin Saba-Nur Cheema.

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Auf dem Weg zum zivilgesellschaftlichen Tribunal "NSU-Komplex auflösen", das im Mai 2017 in Köln stattfindet, machen wir am 6. April Station in Kassel. Hier wurde Halit Yozgat am 6. April 2006 vom sog. Nationalsozialistischen Untergrund in seinem Internet-Café erschossen. Hier haben Angehörige und Alliierte schon vor der Selbstenttarnung des NSU auf ein rassistisches Motiv der Mordserie hingewiesen.

Über die Zusammenhänge von alltäglichen und institutionellem Rassismus sowie neonazistischen Gewalttaten im NSU-Komplex - ein Aufruf der Initiative 6. April.

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_u n t e r w e g s
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Dokumentartheater und Diskussion zu institutionellem Rassismus in Deutschland

18. April 2017 um 19 Uhr im Chagallsaal des Schauspiels Frankfurt

Der NSU ist auch Teil einer Geschichte des Rassismus in Deutschland. Wenn heute Migrant*innen und Geflüchtete angegriffen und ausgegrenzt werden, stellt sich die Frage, was wir 5 Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds gelernt haben. Dem geht auch das zivilgesellschaftliche Tribunal "NSU-Komplex auflösen" nach, das im Mai in Köln stattfindet.

Szenen aus "Die NSU-Monologe" der Bühne für Menschenrechte (Berlin) erzählen die Geschichten der Familien von drei Opfern des NSU. Sie geben Impulse für die anschließende Diskussion zu institutionellem Rassismus in Deutschland - mit dabei: Olivia Sarma, Leiterin von response.

Eine Veranstaltung der Bildungsstätte Anne Frank/response., Heinrich Böll-Stiftung Hessen, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, Rosa Luxemburg-Stiftung Hessen

Schauspiel Frankfurt, Chagallsaal, Neue Mainzer Straße 17


 

response beim Townhall-Meeting in Frankfurt/Main

Die Expert*innengruppe der Vereinten Nationen zu Menschen afrikanischer Herkunft hat im Rahmen ihrer Deutschland-Tour Ende Februar auch Station in Frankfurt/Main gemacht, um die Situation von Menschen afrikanischer Herkunft vor Ort in den Blick zu bekommen.

Beim Townhall-Meeting mit dabei waren u.a. unsere Freund*innen von der ISD Frankfurt und unsere Kollegin Miriam Modalal, die ihre Erfahrungen aus der Beratung für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt an die Arbeitsgruppe weitergab. Sie werden in  den Bericht einfließen, den die Arbeitsgruppe im September an den UN-Menschenrechtsrat übergeben wird.

Weitere Infos zur Untersuchungsmission der UN Arbeitsgruppe: 
http://www.un.org/en/events/africandescentdecade/

 

_i n  s i c h t
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Wir suchen zum 01. Mai 2017 eine*n Mitarbeiter*in für die Zweigstelle von response in Kassel.
Aufgabengebiete sind Aufbau und Leitung der neuen Zweigstelle sowie (aufsuchende) Beratungs- und Vernetzungstätigkeit.

Zur Stellenausschreibung

 

In der nächsten Ausgabe unseres Newsletters steht der Kern unserer Arbeit im Mittelpunkt: die Betroffenenperspektive.

Dabei werden Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen zu Wort kommen, die sich für Empowerment und Selbstbestimmung einsetzen. Ihre Perspektiven auf aktuelle Themen, Leerstellen und Bedarfe bilden den Schwerpunkt von #2.

Schicken Sie uns ihren Themenvorschlag per Mail an kontakt@response-hessen.de.

 

Die Verantwortung für die Inhalte dieses Newsletters liegt ausschließlich
bei response bzw. den genannten Autor*innen.